Marianne | Michael


Musik

Marianne
Michael

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Abgegebene Stimmen: 96
Beginn der Abstimmung: 19.12.2011, 07:00 Uhr
Ende der Abstimmung: - offen -


Noch nie hat jemand Ganz arg oft werden wir gefr Neulich wurden wir gefragt, wie eigentlich so ein WIDL-Beitrag entsteht. Weil wir heute eh nix Besseres haben, erkl√§ren wir’s euch gerne. Das heutige P√§rchen „Marianne | Michael“ ist sogar ein perfektes Beispiel. Ihr werdet schon sehen.

Am Anfang steht Recherche, dann folgt Recherche und schlie√ülich Recherche. Die beginnt fast immer bei Wikipedia. Hier finden sich die besten Fakten zum Thema, sch√∂n kompakt und oft mit weiterf√ľhrenden Links versehen. Zur Sicherheit verfolge ich aber auch die Entstehungsgeschichte eines WP-Artikels und schaue nach, ob der Autor des Beitrags vertrauensw√ľrdig ist. Zum Dank hinterlasse ich, falls n√∂tig, auch mal kleinere Korrekturen. Wenn man schon mal da ist …

Im vorliegenden Fall sind die Fakten etwas d√ľnn. Neben den vollen Namen, Geburtsdaten, Ehestandsangaben und der Kinderzahl ist gerade noch ein Satz zur musikalischen Ausbildung zu finden. Das reicht aber immerhin f√ľr die WIDL-K√§rtchen auf der Startseite. Der Rest des Artikels ist der Schilderung der (Fernseh-)Karriere von Marianne und Michael gewidmet. Interessant dabei ist allenfalls das Gerangel mit dem ZDF, das von 2007 ab sein „Volksmusik„-Programm ausd√ľnnte, sowie das aktuelle Ergebnis dieser Entwicklung: „Ab dem Jahr 2011 m√∂chte das ZDF sein Programm ver√§ndern und Marianne & Michael werden auch ihre letzten drei TV-Shows verlieren.“ Daraus l√§sst sich aber kein WIDL-Beitrag stricken.

Vielleicht geben die Preise und Ehrungen, die das Duo eingeheimst hat, etwas her? Soll ich mich √ľber die „Fleurop-Lady 1992“ mokieren oder dem Faschingsorden „Wider den Neidhammeln“ etwas abgewinnen? Zu d√ľnn. Erfolgsversprechender ist da schon die Auflistung diverser „Erfolgstitel“ von „Rund samma, g’sund samma“ √ľber „Germany is‘ schee“ bis hin zu „Heimatgl√ľck und Alpengl√ľh’n“. Man k√∂nnte aus solchen Songtiteln einen eigenen Text machen. Aber erstens: Sauarbeit! und zweitens hatten wir das schon.

Die zweite sichere Quelle ist immer – so vorhanden – die offizielle Internetpr√§senz der Protagonisten. Da diese autorisiert ist, l√§sst sich daraus vortrefflich zitieren. Dar√ľber hinaus finden sich oft verwertbare Links f√ľr die WIDL-Eingangsseite. Aber auch hier ist Vorsicht beim Wahrheitsgehalt der Aussagen geboten, schlie√ülich folgt die Selbstdarstellung stets einem Eigeninteresse.

mm-web

Die Webseite von Marianne und Michael gibt aber auch so nicht viel her. Unter „Aktuelles“ finden sich Berichte aus dem Mai 2011 √ľber die Zeckenimpfungskampagne, f√ľr die M&M Werbung machen. Lustig? Interessant? Naja. Auch sonst scheint die Seite nicht recht auf dem letzten Stand zu sein. Die „Erfolgsleiter“ im biographischen Teil endet mit dem Jahr 2000. Die Galerie mit alten Autogrammpostkarten, Familienbildern und Fotos von Auftritten ist von abenteuerlich schlechter Qualit√§t, aber man d√ľrfte sie ohnehin nicht ungefragt verwenden.

Vielleicht findet sich etwas unter „Termine“? Bei TV und Rundfunk: Fehlanzeige. Aber live: Treffer! Aktuell l√§uft die „WEIHNACHTS TOURNEE 2011!!!“, die sich vielversprechend anh√∂rt. In der „Alpenl√§ndischen Weihnacht“ pr√§sentieren Marianne und Michael „die Traumpaare der Volksmusik mit den sch√∂nsten Weihnachtsliedern“:

„Als G√§ste sind keine geringeren dabei als Stefanie Hertel & Stefan Mross sowie die Grand Prix Sieger 2010 Belsy & Florian. Als Solok√ľnstler werden Eberhard Hertel und der Bassbariton Ronny Weiland dabei sein.“

Das böte die Möglichkeit, sich das WIDL-Pärchen live anzuhören, eigene Bilder zu machen und einen Konzertbericht zu schreiben. Muss ja nicht tabellarisch sein. Ein Blick auf die Konzerttermine und -orte: Die einzige naheliegende Möglichkeit ist Pforzheim am 2.12. Aber da habe ich schon einen anderen Termin. Mist. Weitersuchen.

Der Link zu smago.net („Die TOP News aus Volksmusik und Schlager“) preist Helene Fischer, Ballermann 6 und Matthias Reim, aber weit und breit nichts von Marianne und Michael an. Suchfunktion dort: Fehlanzeige. Weiter. Ich k√∂nnte mir den Klingelton „Heimat deine Lieder“ herunterladen. Der Link f√ľhrt zu Jamba („Preis pro Download 99ct im Abo f√ľr ‚ā¨4,99/Woche, Preis im Einzelkauf ‚ā¨2,49“). Ich lasse das mal lieber. Dann doch lieber ein Klick auf „Videos von M&M“. Oha!

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Was macht man denn damit? Peter Alexander anschreiben? Eher nicht.

Ok, schauen wir uns den Shop an. Vielleicht k√∂nnen wir ja einen M&M-Schal oder einen Aschenbecher erwerben. Upps: „Leider stehen im Moment noch keine Artikel zum Bestellen bereit. Bitte besuchen Sie uns hier zu einem sp√§teren Zeitpunkt.“ Steht dieser Hinweis seit sechs Jahren auf der Seite? Da w√ľrde ich mal die Agentur wechseln …

In der Verzweiflung √ľberlege ich, einfach ein Video von „Wolfgang und Anneliese“ Funzfichler einzustellen, das von Anke Engelke und Bastian Pastewka verk√∂rperte Comedy-Pendant von Marianne und Michael. Das ist mir dann aber zu einfach – und zu billig. Das Schenkelklopfen beim Bashen volkst√ľmlicher Musik √§hnelt auf verbl√ľffende Weise dem Schunkeln im Musikantenstadl. Allerdings k√∂nnten sich M&M von der gut gemachten Webseite von Wolfgang und Anneliese eine Scheibe abschneiden.

Eine andere Idee macht sich breit: „Marianne & Michael“, „Wolfgang & Anneliese“, „Belsy & Florian“ – gibt es da noch mehr Paare? Aber ja! „Andy und Bernd“, „Ann & Andy“, „Brunner & Brunner“, „Daniela und Dirk“, „Gitti und Erika“, „Hauff und Henkler“, „Judith und Mel“, „Hans und Ellen Kollmannsberger“, „Renate und Werner Leismann“, „Pat und Paul“, „Sigrid & Marina“, „Vreni und Rudi“, eine fette Liste. Aber was damit machen? Idee verworfen.

Bleiben wir bei den Namen. Da gibt es doch noch mehr M&Ms in der Musik, angefangen bei Eminem. Aber wie recherchiert man sowas? Hm. Hingegen haben wir bei WIDL schon viele M&Ms. Mal sehen. Na, das reicht ja wenigstens f√ľr den Abspann dieses Beitrags (siehe unten).

Schlie√ülich f√§llt mein Blick noch einmal auf die Webseite des volkst√ľmlichen Duos. Moment, da gibt es doch einen Fanclub. Den k√∂nnte ich anschreiben, ob wir da Mitglied werden k√∂nnen. Vielleicht eher mal probehalber. Und der Mitgliedsausweis ist dann der Beitrag hier. Das w√§re doch etwas Besonderes, vielleicht sogar witzig, auf jeden Fall interessant. Ich schreibe also dem Fanclub von Marianne und Michael eine Mail, tue aber nicht so, als sei ich der Oberfan, sondern spiele mit offenen Karten:

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Die Antwort kam schnell, war aber leider negativ. Dem Fanclub war es lieber, nicht mit uns in Verbindung gebracht zu werden. „Na dann“, dachte ich und schrieb gleich noch eine Mail:

mm-mail

Entweder besteht hier tats√§chlich ein Humorgef√§lle oder die K√ľnstler und ihr Management lesen auf Tour keine Mails oder wir fielen einem Spamfilter zum Opfer – jedenfalls kam auf dieses Schreiben √ľberhaupt keine Antwort. Weswegen ich auf die Idee verfiel, euch zu erz√§hlen, wie so ein Beitrag eigentlich entsteht. Auch wenn es niemanden interessiert.

Dieses WIDL war ein Vorschlag von @PraetorCreech.

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Montag, Dezember 19th, 2011 Musik
 

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