Professor Karl-Friedrich Boerne | Frank Thiel


Fernsehen

Professor Karl-Friedrich Boerne
Frank Thiel

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Abgegebene Stimmen: 335
Beginn der Abstimmung: 8.8.2011, 07:00 Uhr
Ende der Abstimmung: - offen -


Oft haben wir es bei „Wer ist dir lieber?“ mit leblosem Personal zu tun. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir echte, lebendige Menschen in den Wettstreit schicken d├╝rfen. ├ťberaus lebhaft zum Beispiel ist unser heutiges Paar, das in M├╝nster Tatorte besucht, um kriminologisch feinsinnig westf├Ąlischen Gewaltverbrechern das Handwerk zu legen. Eine gute Gelegenheit also, so dachten wir, unsere Protagonisten vorab zu interviewen.

Wie es der b├Âse Zufall wollte, wurden beim Interview leider die Frageb├Âgen vertauscht, weil Herr Thiel auf der Suche nach Professor Boerne wegen eines Mordes auf einem Golfplatz Frau Haller aufsuchte, w├Ąhrend Professor Boerne auf eben jenem Golfplatz weilte, ohne zu wissen, dass dort ein Mord stattgefunden hatte, da Frau Krusenstern ihn auf dem Mobiltelefon nicht erreichen konnte, weil Professor Boerne mit Herrn Thiel fernm├╝ndlich konferierte, um sich ├╝ber unsere Anfrage zu verst├Ąndigen, was jedoch misslang, weil Professor Boerne parallel ein Gespr├Ąch mit Frau Staatsanw├Ąltin Klemm f├╝hrte, in dem es angeblich um deren Verh├Ąltnis zu Herrn Thiel – also jetzt des Vaters von Herrn Thiel, mithin des Herrn Thiel sen. – gegangen sein soll. So oder so ein peinliches Debakel, f├╝r das wir aber, wie man sieht, eigentlich irgendwie nichts k├Ânnen. Aus Gr├╝nden wollen wir dem interessierten Publikum die mitunter ├╝berraschenden Antworten auf unsere Fragen jedoch nicht vorenthalten.*

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Frank ThielHauptkommissar Frank Thiel im Interview mit „Wer ist dir lieber?“
(mit den Fragen an Professor Karl-Friedrich Boerne)

WIDL: D├╝rfen wir Sie nach Ihrem Golf-Handicap fragen?
FT: Sicher. Mein Handicap ist, dass ich kein Golf spiele. Das ist aber kein Handicap. Also: Null.

WIDL: Wo lernten Sie so gut reiten? Spielen Sie auch Polo?
FT: Sie sind schlecht informiert. Ich reite weder noch spiele ich Polo. Ich fahre Fahrrad. Fragen Sie jetzt alle Volkswagen-Modelle durch?

WIDL: Was halten Sie von Fernsehsendungen wie Quincy, Crossing Jordan oder CSI?
FT: Da lach ich mich tot. Als ob so Schnippelk├╝nstler ernsthaft Kriminalf├Ąlle l├Âsen k├Ânnten. Wir haben bei uns auch so einen „Rechtsmediziner“, der sich mit lateinischen Fachausdr├╝cken aufspielt und meint, ohne ihn w├╝rde gar nichts gehen in der Verbrechensbek├Ąmpfung. Nein. Mit richtiger Polizeiarbeit haben solche Leute nichts zu tun. Und das ist auch gut so.

WIDL: Bevorzugen Sie die Bezeichnung „Rechtsmediziner“ oder „Pathologe“?
FT: „Pathologe“ passt wunderbar. Alle Rechtsmediziner haben pathologische Z├╝ge.

WIDL: Worauf beruht die Abneigung gegen Ihren K├Âlner Kollegen Dr. Roth?
FT: Ich hab keinen Kollegen in K├Âln, der Roth hei├čt. Meine K├Âlner Kollegen hei├čen Ballauf und Schenk. Ach so, meinen Sie den „Rechtsmediziner“ in K├Âln? Ja, das ist ein vergleichsweise kompetenter Mann. Aber nicht direkt Kollege. Warum reiten Sie eigentlich dauernd auf diesem Pathologenpack herum? Fragen Sie mal was ├╝ber Fu├čball.

WIDL: Ist die Zusammenarbeit mit Herrn Thiel wirklich so schwierig, wie es scheint?
FT: Lustige Frage. Also ich kann gut mit mir arbeiten. Ich bin Profi.

WIDL: Ist Frau Haller nicht zu klein f├╝r ihren Beruf?
FT: Sie haben nicht zuf├Ąllig die Fragen f├╝r den Herrn Professor Boerne vorbereitet? Aber im Gegensatz zu dem habe ich es nicht n├Âtig, Witze ├╝ber Kleinw├╝chsige zu machen. Frau Haller kann dem Boerne locker das Wasser reich… also ich meine … Alberich … ├Ąh … Frau Haller hat es nicht n├Âtig, auf andere herabzusch… ahm … sie ist gro├č in … Ach, fragen Sie doch den Boerne, was geht mich das an?

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Professor Karl-Friedrich BoerneProfessor Karl-Friedrich Boerne im Interview mit „Wer ist dir lieber?“
(mit den Fragen an Hauptkommissar Frank Thiel)

WIDL: Hat Ihr Fahrrad Extras f├╝r die Verbrecherjagd?
PKFB: Ich besitze so ein Gef├Ąhrt nicht. Ich bevorzuge stilsichere, motorisierte Fahrzeuge. Vorzugsweise aus Zuffenhausen. Zweir├Ąder nutze ich allenfalls aus sportlichen Gr├╝nden. Ich „jage“ auch keine Verbrecher. Ich leiste lediglich meinen bescheidenen Beitrag zur Wahrheitsfindung in komplexen rechtsmedizinischen F├Ąllen, indem ich meine herausragenden analytischen F├Ąhigkeiten und meinen permanent auf dem letzten Stand der Forschung befindlichen Kenntnisstand der Allgemeinheit zur pr├Ązise und termingenau Verf├╝gung stelle.

WIDL: Wird Frau Krusenstern nach Ihrer Ausbildung ├╝bernommen werden?
PKFB: Krusenstern … Krustenstern … achja, das Blondchen von der gr├╝nen Truppe. Na, das sollten Sie besser den zust├Ąndigen Herrn von der Kripo fragen. Thiel hei├čt der wohl.

WIDL: Waren Sie schon mal im Preu├čenstadion in M├╝nster?
PKFB: Warum sollte ich mit Betrunkenen fraternisieren, die ein einst stolzes Spiel britischer Konvenienz auf das Niveau bayerischer Bierzelte heruntergezogen haben? Nein, mein Gutester, da fragen Sie den Falschen. Besagten Thiel, ja, den k├Ânnten Sie dort unter seinesgleichen finden.

WIDL: Mit den Kollegen welcher Stadt kooperieren Sie am liebsten?
PKFB: Ach wissen Sie, da bin ich nicht w├Ąhlerisch. Man muss gelegentlich auch mit der 2. Liga spielen – wenn Sie gerne im Fu├čballbild bleiben m├Âchten -, um den Pokal zu gewinnen. Allerdings gibt es auch da nat├╝rlich Amateurklassen. Ich nenne jetzt keine St├Ądte wie zum Beispiel K├Âln.

WIDL: Sind Sie mit dem gleichnamigen Bahnw├Ąrter verwandt?
PKFB: Da handelt es sich wohl um eine Verwechslung. Die Boernes arbeiten nicht im Logistikbereich, nehmen Sie meinen Urururgro├čonkel mal aus, der einst Oberzollinspektor bei den preu├čischen Eisenbahnen war.

WIDL: Ist die Zusammenarbeit mit Herrn Professor Boerne wirklich so schwierig, wie es scheint?
PKFB: Aber nein. Der Herr Professor ist ein excellenter Teamworker vor dem Herrn. ├äh … was? Also wie ich es bin. Solange mir niemand unqualifiziert reinredet, k├Ânnte man mich nachgerade als umg├Ąnglich bezeichnen. Wohl wahr. ├äh … wie?

WIDL: Wird St. Pauli Deutscher Fu├čballmeister?
PKFB: Sie sind wohl mit dem Klammerbeutel gepudert? Der Verdacht n├Ąhrt sich in mir, dass Sie hier mit dem Falschen konferieren. Sie wollten wohl diesen Totenkopfleibchentr├Ąger Thiel interviewen? Lachhaft! Sind Sie etwa eines dieser uns├Ąglichen Internet-Webblogs? Gehen Sie fort! Und treten Sie mir erst wieder unter die Augen, wenn Sie etwas Vern├╝nftiges gelernt haben, Sie … elektronisches … Nichts, Sie!

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* In Wahrheit, das m├╝ssen wir zugeben, haben wir beide Interviews erstunken und erlogen. Das kam daher, dass die wirklich lebendigen Schauspieler Jan Josef Liefers** und Axel Prahl leider keine Zeit fanden, unsere Fragen zu beantworten. Sch├Ânen Dank im ├╝brigen an JJLs Managerin Natascha Schoellkopf f├╝r ihre prompte und freundliche Antwort.
** Und wenn wir schon dabei sind: Herzlichen Gl├╝ckwunsch zum Geburtstag, Herr Liefers!

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Montag, August 8th, 2011 Fernsehen

1 Kommentar to Professor Karl-Friedrich Boerne | Frank Thiel

  1. hervorragend die Sprache Boernes und Thiels getroffen: Kenner!

  2. sagte Helmut Bachschuster am August 9th, 2011
 

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