WIDL twidlt @hoch21.
Ständig oft häufig manchmal selten werden wir gefragt Neulich wurden wir gefragt: “Warum macht ihr keinen neuen TWIDLs mehr?” – “Ja, warum?”, fragten wir zurück, aber uns fiel keine Antwort ein. Wahrscheinlich hatten wir keine Zeit gehabt oder so.
Dabei gibt es so tolle Twitterer da draußen, die dringend geTWIDLt werden müssten. @hoch21 zum Beispiel ist einer der tollsten überhaupt. Wer auf Depressionen, abgehackte Körperteile und saukomischen Defätismus steht, der könnte mit seiner Timeline glücklich werden, wäre dies kein Paradoxon. Dabei ist Roman Held – das ist die reale Person hinter @hoch21 – gar kein Körperteilabhacker, sondern einer, der die Welt ein bisschen besser machen möchte, denn
wir leben in einer, meiner Ansicht nach, verdammt verkorksten Welt und unser Umgang mit den Problemen dieser ist erbärmlich. Viele Themen bereiten uns zu großes Unbehagen, als dass wir uns wirklich mit ihnen auseinandersetzen können. [...] Ich halte Humor nun einmal für die effektivste Waffe im Kampf gegen Schrecken und setze ihn gerade dort ein, wo es ein bisschen weh tut, denn da muss er meiner Meinung nach hin, um Berührungsängste abzubauen. [...] Worüber man lachen kann, das fürchtet man nicht mehr, und was man nicht fürchtet, wird greifbar und somit veränderbar. Und ich versuche nur, mit 140 Zeichen gelegentlich ein bisschen etwas für Veränderung zu tun.*
Manchmal kommt einem bei so einer Mission der Zufall in die Quere zu Hilfe. Bei Roman Held war es ein Tweet, in dem es um eine vorgelesene Geschichte ging, bei der jemand einschlief, was jedoch gar nicht vorgesehen war, weil es keine Gutenacht-, sondern eine Gruselgeschichte war … und äh … da ich aus diesem Satz nun nicht mehr rauskomme, soll Roman die Geschichte zur Gutenachtgruselgeschichte selbst erzählen. In 140 Sekunden:
Seither jedenfalls lesen gaanz viele Leute gaanz vielen anderen Leuten G(utenacht(grusel)g)eschichten vor. Wenn das die Welt nicht besser macht, was dann? @hoch21 aber twittert fleißig weiter, und alle lieben ihn dafür, weswegen er nun dieses TWIDL erhält, das im übrigen auch ausgedruckt und als Postkarte verwendet werden darf:
Übrigens: Wer Geschichten von Roman Held live und nicht am Telefon vorgelesen bekommen möchte, hat am kommenden Sonntag die Gelegenheit dazu – in der Bloglesereihe Das Letz niest, die abends um 20 Uhr im Tübinger Zimmertheater über die Bühne gehen wird. Unter Umständen auch in dafür geeigneten Nebenräumen.
Sehr viel mehr über Roman Held erfährt man außerdem bei Formspring, eine Plattform, die Roman auf seine ganz eigene Art ausfüllt – im Zweifelsfall, indem er sich selbst Fragen stellt und beantwortet. Und in einem gut einstündigen Gespräch mit Deef Pirmasens auf dem noch jungen Blog bisexualitaet.org.
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* Alle TWIDL finden sich auf der eigens dafür vorgesehenen Seite. #wwwwf steht für “Wir widln, wem wir folgen”.
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