Dieter Hoeneß | Uli Hoeneß


Sport und Spiel

Dieter Hoeneß
Uli Hoeneß

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Abgegebene Stimmen: 95
Beginn der Abstimmung: 7.1.2013, 07:00 Uhr
Ende der Abstimmung: - offen -


Die Suche nach einem Laudator zum 60. Geburtstag von Dieter Hoeneß schien schwierig. Wir brauchten jemand, der schreibt, wie Bernd Schuster spielte, und der es zu Lebzeiten geschafft hat, Heiko Butscher zu tunneln. Und schon war die Suche wieder einfach, denn nur einer erfüllt beide Bedingungen: Frédéric Valin. Wir freuen uns sehr, dass er heute für uns über die Hoeneß-Brüder refereert.

Uli Hoeneß, glaubt man seinen Anhängern, ist nach Helmut Schmidt die erlauchteste moralische Instanz im Land. Mit diesem Image kann man es sich auch erlauben, gleichzeitig für höchste bairische Fleischerkunst zu stehen und Werbung für die in einer Jauchegrube zusammengerührten Knorpelpampe von McDonalds zu machen. Gemeinhin gilt sein Führungsstil als Inbegriff der Menschlichkeit, seinen Verein, den FC Bayern München, nennt man liebevoll eine Familie. Deswegen konnte er es auch kaum erwarten, den der Brandstiftung für schuldig befundenen Spieler Breno nach seiner Verurteilung schnellstmöglich von der Gehaltsliste zu streichen und nach Sao Paolo zu transferieren. Immerhin, so heißt es, gebe ihm der Erfolg recht: Aufsichtsratvorsitzende von Rüstungskonzernen nicken wissend, wenn sie diesen Satz hören.

Dieter Hoeneß ist ein Visionär: bereits 1996 aus Schwaben nach Berlin übergesiedelt, schickte er sich von dort aus an, seine Weltläufigkeit und Wichtigkeit unter Beweis zu stellen, indem er die gute alte Tante Hertha zu einem Weltclub aufzupimpen versuchte. Seinen Fachverstand bewies er mit dem Einkauf solch schillernder Gestalten wie Luizao, Christian Gimenez, Alex Alves, Gilberto, Kaká und André Lima, die sich allesamt einen hervoragenden Ruf erarbeiteten, insbesondere bei Berliner Diskothekenbesitzern. Aber weil Erfolglosigkeit und Inkompetenz allein kein Gründe sind, um in Berlin einen Führungsposten räumen zu müssen, verblieb er auf seinem Posten, bis Hertha kurz vor dem finanziellen Kollaps stand. Nach einem Kurzurlaub in der Wolfsburger VIP-Lounge wird er inzwischen als Bruder von Uli Hoeneß in Talkshows eingeladen.

Weitere fußballerische Freundlichkeiten von Frédéric Valin gibt es in seinem Blog „Zum blonden Engel„. Ganz andere lesenswerte Geschichten finden sich in seinem Buch „Randgruppenmitglied„. Live erlebt man Fred bei seiner Lesereihe Read on my dear (zusammen mit Jan-Uwe Fitz).

Dieses WIDL war ein Vorschlag vom Prälat.

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Montag, Januar 7th, 2013 Sport und Spiel

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