WIDL Intern
WIDL geht ins Theater.
Am schönsten sind für uns die WIDLs, die aus dem prallen Leben kommen. Wenn wir Geheimagentengetränke oder Überraschungseier testen dürfen, nächtens Gerichtssendungen gucken oder eine Kiste Selters ins Haus geliefert kriegen.
Darum freuen wir uns schon jetzt auf das Theaterstück, das wir heute in einer Woche in offizieller Mission besuchen dürfen. “Robinson und Freitag” heißt es und befreit uns aus der misslichen Situation, dass wir zu diesem wunderbaren Pärchen zwar eine WIDL-Grafik, aber keinen Text haben. Das Stück wird seit 12. März im Tübinger Zimmertheater gespielt und hat am 15. Juli seine Dernière. Basis ist das 1719 erschienene Buch “Robinson Crusoe”, das als erster englischer Roman überhaupt gilt. Das Programmheft verrät mehr zum theatralischen “Remix”:
Als Daniel Defoe vor gut 300 Jahren der Idee des renaturierten Menschen ein literarisches Denkmal setzte, bediente er sich anfälliger Segelschiffe, verheerender Winde und einem unentdeckten Eiland, auf dem das Klima mild und die Ziegen gefällig waren. Zum 350. Geburtstag des Erfinders der Robinsonade sorgen Lumpenbrüder Productions für ein Wiedersehen der beiden Abenteuerhelden unter zeitgenössischen Bedingungen. Jedes Fleckchen Erde ist kartiert, in jedem zweiten Mobiltelefon steckt ein GPS-Empfänger und einsame Inseln gibt es eh nur noch im “Second Life”. Wo also landet der moderne Robinson Crusoe nach seinem Schiffbruch? Was ist aus den Wilden geworden? Und wer kultiviert hier am Ende eigentlich wen?
Und was hat WIDL damit zu tun? Ganz einfach: Wir nutzen die Gelegenheit, das schlaue Tübinger Akademiker-Publikum mit der Frage zu quälen, wer ihm nun lieber sei: Robinson oder Freitag? Dazu werden am Theater-Eingang Stimmzettel verteilt und die Besucher darum gebeten, nicht nur abzustimmen, sondern die jeweilige Entscheidung auch zu begründen. Das Ergebnis landet am 19. Juli wieder hier. Dann dürft auch ihr mitspielen.
Das gilt natürlich ebenso umgekehrt: Allen WIDL-Fans aus Tübingen und Umgebung sei hiermit “Robinson und Freitag” ans Herz gelegt. Noch gebe es Karten, vernahmen wir aus dem Zimmertheater, bei dem wir uns hiermit ganz herzlich für die Kooperation bedanken*. Wer nicht so recht weiß, ob das was für ihn ist, der darf hier mal kurz reingucken:
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* Und nicht nur das. Ganz besonders gefällt uns nämlich die Idee des Zimmertheaters Tübingen, einmal pro Woche eine Zuschauerin oder einen Zuschauer zu einem Gratisbesuch einzuladen. Einzige Bedingung: Über diesen Besuch soll ein kurzer Bericht verfasst werden, der im eigens dafür eingerichteten “Theatertester“-Blog erscheint. Prima, das.
WIDL entdeckt: DFB mit neuer Linie.
Uns hat das keine Ruhe gelassen. Das mit dem Wembley-Tor. Deswegen haben wir nochmal im WIDL-Archiv gekramt und verglichen:

30. Juli 1966, Wembley-Stadion, London: kein Tor

27. Juni 2010, Free-State-Stadion, Bloemfontein: Tor
Damit steht es zwar 1 zu 1 im direkten ungerechten Torvergleich zwischen Deutschland und England, ungelöst bleibt aber die Frage, was wohl beim nächsten Mal gilt.
Dazu hatte der DFB eine Idee. Zukünftig soll jeder Torhüter mit einem Stück neuer Linie (daher der Name “Neuer-Linie”) ausgestattet werden, die er in kritischen Situationen einsetzen kann. Eine Betaversion wurde beim heutigen Training des deutschen Teams gesichtet:

Manuel mit Neuer-Linie
Gezeigt wurde auch, wie die Neuer-Linie eingesetzt wird:

Einfach zu bedienen, formschön und effektiv: Die Neuer-Linie.
Argentinien kann kommen!
WIDL guckt beim Training zu.
Wir hatten heute Gelegenheit, die deutsche Mannschaft beim Training zu beobachten. Die war allerdings gar nicht da, sondern ackerte in der Muckibude hatte frei und surfte im Meer im Netz. Nur einer stand auf dem Rasen. Und übte Elfmeter. Und übte. Und übte. Und übte.

Lukas übt ...

... und übt ...

... mit ohne Brille ...

... mit ohne Torwart ...

... mit drei Torwärtern ...

... mit viiiiel Anlauf ...

... gegen Oliver Bierhoff ...

... und mit Shakira!
WIDL sieht gelb-rot.
Dass wir uns hier mehr mit den Schiedsrichtern als mit den Spielen der deutschen Mannschaft beschäftigen, liegt nicht nur daran, dass wir von Fußball nichts verstehen, sondern auch an den merkwürdigen Kartengebern der beiden Partien. Heute gab es in einem keineswegs besonders hart geführten Match insgesamt acht gelbe Karten und eine, die doppelt vergeben wurde:

Miroslav Klose sieht gelb.

Miroslav Klose sieht rot.
Übrigens fanden nicht nur wir diese Szenen bemerkenswert (um nicht zu sagen: spielentscheidend), auch im hohen Norden wurde fußballgewidlt. Schönen Dank an Christian, der letztere Szene aus anderer Position und wesentlich professioneller abgelichtet hat:
WIDL twidlt @baranek.
Nachdem wir zum Auftakt gleich vier TWIDL losgelassen hatten*, gibt es jetzt nach einer etwas längeren Pause ein fünftes. Wir folgen ab heute Dirk Baranek, Twittername @baranek.
Der Online-Journalist und Twitkritter beschäftigt sich mit so unfassbar vielen Themen, dass wir hier nur mal Restaurantkritik, Spanien und iPad aufzählen, was allerdings das TWIDL-Motiv nicht im entferntesten erklärt:
Wie man hier sieht, verfügt Dirk Baranek nämlich über etwas ganz Spezielles: Eine Zettelwirtschaft. Hin und wieder öffnet er seine Sammlung an Einkaufszetteln, zerrissenen Liebesbriefen, Kritzeleien in Schulheften und kryptischen schriftlichen Hinweisen und lässt die begeisterte Öffentlichkeit unter dem Titel “Zettels Albtraum” daran teilhaben.
Das gefällt uns so gut, dass wir @baranek nicht nur twidlten, sondern ebenfalls auf Zettelsuche gingen. Den hier habe ich auf meinem Schreibtisch gefunden, kann aber ums Verrecken nicht mehr sagen, welche Information hier festgehalten werden sollte: Zwei Festnetztelefonnummern eines im Nagelbett liegenden Inders? Die Kleinteilartikelbezeichnungen eines Staubsaugerbeutels? Wer’s weiß – Ideen gerne in die Kommentare.

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* Alle TWIDL finden sich auf der eigens dafür vorgesehenen Seite. #wwwwf steht für “Wir widln, wem wir folgen”.
WIDL sieht gelb.
Als Nichtfußballexperte* fand ich beim Spiel Deutschland – Australien vor allem zwei Szenen bemerkenswert, nämlich die gelben Karten für Özil (in der 12. Minute) und Cacau (92. Minute). Die Statistiker da draußen mögen mich korrigieren, aber gab es das jemals: Die gelbe Karte für eine Schwalbe im Mittelfeld – und das gleich zweimal?

Mesut Özil sieht gelb.

Cacau sieht gelb.
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* Wer Sportkompetenz sucht, wechsle flugs rüber zu Spreeblick, wo Frédéric Valin WM-Spiel-Analysen aus feinst ziselierter Sprache drechselt.
WIDL bleibt nicht auf dem Teppich sitzen.
Wie erwähnt, brauchen wir eure Hilfe. Umgekehrt bieten wir natürlich unseren Beistand an, wo’s nur geht. Wer zum Beispiel schon alle Figuren (PDF, 147 KB) ausgeschnitten und zusammengeklebt hat und nun feststellen muss, dass er keinen adäquaten Rasen hat, den wird interessieren, dass von dem wunderbar grünen Teppicboden, den wir im Baumarkt geklautkauft haben, noch jede Menge übrig ist:

WIDL-WM-Rasen
Ok, er müffelt ein bisschen fragwürdig. Aber lässt sich leicht verarbeiten und ähnelt in Farbe und Anmutung dem Wembley-Rasen von 1966. Wer also ein Stück Original-WIDL-WM-Rasen benötigt, möge sich hier in den Kommentaren melden. Wir posten ihn euch dann zu.
WIDL bittet um WM-Hilfe.
Als ich heute morgen aufwachte, hatte ich einen Ohrwurm. Fing ganz harmlos an. Irgendwer zählte ein – “Eins und zwei und drei und” – und dann ging’s los: “Vierundfünfzig, vierundsiebzig, neunzig, zweitausendzehn, ja so stimmen wir alle ein, mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein werden wir Weltmeister sein.” Natürlich, dieses Jahr ist ja Fußball-Weltmeisterschaft. “Das ist prima”, dachte ich dann, “und vielleicht spielt sogar Deutschland mit!”
Plötzlich hatte ich eine tolle Idee: Warum WIDLn wir nicht die deutsche Mannschaft und begleiten die WM mit irgendwelchen anderen, noch zu habenden Ideen? Mit ganzen WIDL-Stadien, Fanmeilen und so? Oder vielleicht WIDLn wir einfach das komplette Südafrika? Oder Lothar Matthäus ach nee, lieber doch nicht Franz Beckenbauer? “Supersache”, sagte ich mir und sauste los. In der Agentur ankommend suchte ich sofort Sven auf und erklärte ihm meine bahnbrechende Idee. Er war sogleich Feuer und Flamme und begann auf der Stelle, Philipp Lahm zu WIDLn, sah dann aber nochmal kurz vom Rechner auf und fragte: “Wann ist eigentlich die WM?”
Als wir danach im Internet suchten, stellten wir dreierlei fest: Erstens, dass Google ein neues Logo hat (wenn man nach der WM sucht):

Zweitens, dass wir (außer einem chinesischen Bauer, dem in der Provinz Qinghai ein Sack Reis umgefallen war) die einzigen waren, die nicht wussten, wann die WM beginnt. Und drittens, dass das morgen sein wird.

Jetzt stehen wir vor einem Riesenproblem. Zwar hat Sven schnell mal die Nationalmannschaft samt Ersatzspielern, Schiedsrichtern mit gelben und roten Karten, Trainer (links: angespannt, rechts: jubelnd), Teammanager, Maskottchen und Shakira zusammengewidlt, wir haben aber keine Idee, was wir damit machen sollen. Und von Fußball null Ahnung.
Vielleicht könnt ihr uns helfen? Zum Beispiel die Figuren (PDF, 147 KB) ausschneiden, zusammenkleben und damit
- Spielsituationen nachstellen.
- Interviews filmen.
- WM-Stadien bauen.
- weiß der Geier.

Wenn ihr weitere Figuren (außer Lothar Matthäus) braucht, meldet euch bei uns – wir versuchen das zu regeln. Wir selbst sind übrigens noch nicht viel weiter gekommen als:

Südafrika vor der WM

Südafrika bereitet sich vor.

Eröffnungsfeier mit Shakira

Figuren-Chaos bei WIDL
HILFE!
WIDL feiert Lena.
Prinzipiell halten wir uns hier aus dem aktuellen Tagesgeschehen heraus – solange keine Pärchen im Spiel sind. Deshalb wird hier nichts geköhlert (schönes neues Wort übrigens: sich verköhlern), gebohrinselt und auch kein iPad geWIDLt.
Doch seit Samstag steht das Telefon keine Sekunde still, von Montag bis Mittwoch lieferte der Postbote geschätzte zwei Tonnen Briefe und Postkarten ab und der Mailserver ging nach 3 Millionen E-Mails ächzend in die Knie. Inhalt all dieser Nachrichten (hier ein Beispiel):

Lieber Lucas, liebe Leonie, lieber Tim, liebe Hanna!
Auch wenn ihr die einzigen Schreiber gewesen wärt, von eurem tollen Brief hätten wir uns auf jeden Fall umstimmen lassen. Daher haben wir Lena nicht nur geWIDLt, sondern uns dazu etwas einfallen lassen, was ihr euch zuhause aufstellen könnt. Ihr braucht dazu nur Schere, Klebstoff und eine handelsübliche Streichholzschachtel. Ladet euch folgende PDF-Datei herunter (oder zeigt eurem Papa, wie das geht) und druckt sie auf dem sündhaft teuren Farblaserdrucker in Papas Homeoffice aus. Am besten auf etwas stärkerem Papier. Dann nur noch wie in der Gebrauchsanweisung gezeigt falten, zusammenkleben und ausschneiden – fertig! Unten seht ihr, was das wird.
Viel Spaß!
Eure Widelredacktion
PS: In Wahrheit hat uns natürlich kein Schwein geschrieben und auch den Brief haben wir frei erfunden, nur um auf den Lena-Zug aufspringen zu können. Es ist erbärmlich und widerwärtig und wir schämen uns fürchterlich, aber wenn ihr das nicht an all eure Freunde und SchülerVZ-Kontakte weitermailt, wird ein fürchterliches Unglück passieren. Zum Beispiel mit dem Farblaserdrucker eures Vaters.
WIDL hoppert.
Manchmal, aber wirklich nur manchmal, hat Sven Langeweile. Ihr wisst schon: Sven, der all die schönen WIDLs entwirft. Wenn Sven Langweile hat, sitzt er in seinem Kellerstübchen und grübelt. Nein, nicht in der Nase. In seinem Kopf. Dort hüpfen oft viele Künstler durcheinander und veranstalten ein Riesenbohei. (Falls jemand weiß, woher der Begriff “Bohei” stammt, darf er sein Wissen hier unten in der Kommentarspalte mit uns teilen. Danke.) Ab und zu herrscht aber auch Ruhe. Dann flüstert einer der Künstler Sven ins Ohr: “WIDL mich!” Diesmal war es Dennis Edward Hopper:

Edward Hopper: Nighthawks
Übrigens: Manche der kleinen Specials, die aus Svens langweiligem Kopf hoppern, kriegen bei uns einen Ehrenplatz. Hier.
Wir machen Sommerherbstferien.
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