WIDL Intern
WIDL gibt es jetzt gedruckt.
Wir hatten es schon soooo lange vor, nun haben wir es endlich gewagt: “Wer ist dir lieber?” gibt es jetzt gedruckt. Natürlich nicht alle 126 WIDLs, sondern eine kleine, feine Auswahl, verteilt auf drei Büchlein. Wie es dazu kam, was wir uns dabei dachten und was das überhaupt soll, erfahrt ihr in dem Interview, das wir mit uns selbst führten. Wir bitten, den rauen Umgangston, der bei uns herrscht, zu entschuldigen.
WIDL gedruckt – was soll der Quatsch?
Eigentlich sollte “Wer ist dir lieber?” von Anfang an ein Buch werden. Da dies aber vermutlich keine Sau interessiert hätte, haben wir ein Blog daraus gemacht. Nun haben wir uns einen alten Wunsch erfüllt. Ist doch toll, oder?
Ich stelle hier die Fragen. Also: Wozu bringt man ein funktionierendes Online-Projekt aufs Papier?
Weil es im Format 14,8 x 14,8 cm verdammt genial aussieht und das ganze Büchlein trotzdem noch in eine handelsübliche Jeanshosentasche passt. Allerdings nur bis drei Stück. Danach platzt die Tasche. Ich habe das selbst ausprobiert. Schau mal.
Äh …
Und weil es analog anders funktioniert als digital. Da in den Büchlein weder die Zusatzinfos noch die Namen der Kontrahenten abgedruckt sind, lassen sie sich wunderbar als Ratespiel verwenden. Eigentlich ein echter Partyknaller. Gut, dass du fragst.
Ich habe gar nicht gefragt.
Egal. Was gefällt denn dir am besten an den “Büchlein für Entscheidungsfreudige”?
Dass man darin Details erkennt, die am Computer kaum zu sehen sind. Moment mal, jetzt stellst du schon wieder Fragen. Menno. Ich bin doch der Interviewer.
Tschuldigung.
Also: Wie haben wir die Büchlein zusammengestellt, was ist da drin und so weiter? Ratter mal ein paar Daten runter.
Das ist doch langweilig. Aber gut, weil du es bist: Wie du weißt, haben wir unsere liebsten Musik-, Film- und TV-WIDLs zusammengestellt. Jedes Büchlein hat damit neun doppelseitige WIDLs auf 24 Seiten. Damit nicht vorab gespickelt wird, haben wir das Inhaltsverzeichnis nach hinten verlagert.
Kann man die Büchlein eigentlich kaufen?
Ich habe die Frage erwartet und bin darauf vorbereitet.
Und wie lautet die Antwort?
Ja.
Und was sollen die Büchlein kosten?
Wir wollten einen ebenso genialen wie fairen Preis machen und haben daher vorab Leute befragt, was sie bezahlen würden. Die meisten Antworten lagen im Bereich von 20 bis 50 Euro, nur einzelne lagen darüber.
Das ist doch gelogen.
Ja schon. Aber ich gebe hier die Antworten.
Au Mann. Also: Was kosten die Büchlein jetzt? Und wo kann man sie bestellen?
Beide Antworten gibt’s hier.
Willst du noch was sagen?
Nö.
Sicher?
Ja.
Nicht vielleicht irgendwas in Richtung von … dass die WIDL-Büchlein ein prima Geschenk sind für Opa, Tante, Freunde, Stiefnichte, alte Schulfreunde, Bruder, Professor, Schwiegervater, Arbeitskolleginnen, Mama, Großonkel, Oma, Facebook-Bekanntschaften, Vetter, sich selbst, Nichte, Lehrer, Schwester, Twitterfreunde, Erbtante, Chefin, Papa, Kusine, Großkusine und sogar Onkel Friedrich – denn selbst der erkennt in der Film-Edition ein Stück seiner Kindheit und ruft mit knarzender Stimme: “Das sind ja Pat und Patachon!” Wir müssen ihn ja nicht unbedingt korrigieren, steht doch die Auflösung im Inhaltsverzeichnis. Irgendsowas vielleicht?
Nö.
Dann bedanke ich mich bei uns für das Gespräch.
Bitte. Haben wir doch gerne gemacht.
PS: Wem die Büchlein gefallen, der darf das hier unten gerne kundtun. Dasselbe gilt für Missfallenskundgebungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge und dergleichen. Bestellungen aber bitte drüben abgeben. Danke.
WIDL gratuliert.
Und zwar Janosch. Zum Achtzigsten. Samt Tiger und Bär.
Übrigens: Wer das hier gelesen hat, braucht sich vor nichts mehr zu fürchten.
WIDL trauert um Peter Alexander
… und widmet ihm ein Special: Den wahrscheinlich weltweit ersten Starschnitt in DIN A6, den WIDL-Starschnitt Nr. 1.
In memoriam Irvin Kershner
Irvin Kershner, der Regisseur des “Star Wars”-Films “Das Imperium schlägt zurück” starb im Alter von 87 Jahren in Los Angeles. Der 1923 in Philadelphia geborene Filmemacher, Drehbuchautor und Kameramann widmete sich zunächst der Musik und Fotografie, bevor er sich dem Dokumentarfilm und später dem Spielfilm zuwandte. Ihm widmen wir die WIDL-Weihnachtskarte, die ab sofort bei unseren “Specials” zu finden ist.
WIDL macht narrisch.
Zwar beginnt die Fastnachtszeit eigentlich erst mit dem Dreikönigstag. Vielerorts wird aber auch der 11. November (ab 11 Uhr 11) als Beginn der fünften Jahreszeit angesehen. Denn mit dem Gänseessen am Martinstag, der am 11.11. gefeiert wird, beginnt die “kleine” Fastenzeit 40 Tage vor Weihnachten. Allerdings ist auch die Zeit vom 12. November bis 5. Januar weitgehend narrenfrei, und der 11. November wird lediglich für einzelne Veranstaltungen wie die Vorstellung der Prinzenpaare genutzt.
Für uns jedenfalls Anlass genug, euch mit 1a Maskenmaterial zu versorgen (von links nach rechts: Zorro, Chuck Norris, Sherlock Holmes, Robin Hood, Werwolf, Klick aufs Bild öffnet das druckfähige PDF):
Zum Zusammenbauen braucht’s nur eine Schere, ein Gummiband und einen A3-Drucker (alternativ: Copyshop). Wer mag, darf uns sein Maskenbild gerne zusenden. Die schönsten Bilder werden hier veröffentlicht.
Habt Spaß!
WIDL twidlt @Deef.
TWIDL-Beiträge schreiben ist ein harter Job. Denn Leute, die wir TWIDLn, sind solche Tausendsassas, dass allein das Zusammensammeln all ihrer Tätigkeiten oft Stunden benötigt. Deef Pirmasens, um den es hier gehen soll, bildet da insofern eine Ausnahme, als die Herkulesrecherche zu ihm nun schon geschätzte drölfzig Stunden dauert und noch kein Ende abzusehen ist. Dabei könnte ich es mir einfach machen und etwa folgendes formulieren:
“Statt einen ordentlichen Beruf zu erlernen, studierte ich was mit Medien”, augenzwinkert “Deef Pirmasens” über seinen Lebensweg, in dem auch die Jobs “Sanitäter, Telefonist und Reporter” vorkommen. Heute verdient er sein Geld als Sprecher, Journalist und Berater für Medienunternehmen.
Damit unterschlüge ich aber, dass Deef Lesungen veranstaltet, selber für sich und andere liest und Hörbücher produziert, die unter CC-Lizenz kostenlos veröffentlicht werden. Dass er als @Deef (übrigens gesprochen wie der englische “Dave”) als “Twitter-Transmitter” fungiert. Dass er als Podcaster (hier abonnierbar) 2007 den renommierten BOBs-Award gewann. Dass er Videospiele testet und bewertet.
Und dann bloggt er auch noch.
In seinem Popkulturblog “Gefühlskonserve” schreibt Deef Münchner Geschichten der anderen Art, sammelt Dialogfetzen und geht gerne mal dorthin, wo es wehtut – ob zum Speeddating oder zur Mandeloperation.
Nun lasst mich mal Luft holen und schaut euch derweil Deef an:
Dass Deef in unserem TWIDL als rotes Teufelchen daherkommt, ist seinem Twitter-Avatar zu verdanken (und nicht etwa, weil Pirmasens gleich neben Kaiserslautern liegt). Der Rest des Bildes hingegen erklärt sich aus den drei Hobbies, die er pflegt: In der Gefühlskonserve sammelt Deef seltsame Friseursalonnamen, erteilt etablierten Printmedien gerne Abfuhren und löst von Zeit zu Zeit einen handfesten Literaturskandal aus.
Wem das alles noch nicht reicht, muss selber Autorin, Storyteller oder Rampensau sein und sollte sich dringend mit Deef in Verbindung setzen, denn der sucht für seine Weihnachtslesung am 9.12 noch ebensolche.
Allen anderen empfehlen wir: Lest mehr Deef!
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* Alle TWIDL finden sich auf der eigens dafür vorgesehenen Seite. #wwwwf steht für “Wir widln, wem wir folgen”.
WIDL twidlt @Perlenschwein.
Unser neuestes TWIDL* ist ein Geburtstagsgeschenk. Und das kam so: Manuela alias MO gewann das Quiz ums 100. WIDL und vermachte ihren Preis direkt an das @Perlenschwein als “nachträgliches Geburtstagsgeschenk”. Da machten wir gerne mit und ersonnen folgende Postkarte (darf wie alle TWIDLs heruntergeladen, ausgedruckt und verschickt werden):
Das @Perlenschwein heißt in echt Johannis R. Jappen und twittert nicht nur durch die Weltgeschichte, sondern tut dies auch wirklich. Aber das lassen wir am besten Manuela selbst erzählen:
Johannis hat 1999 den gemeinnützigen Verein HOPE e.V. gegründet, welcher in Nepal Entwicklungsprojekte organisiert und Menschen in Not unterstützt. Sie bauen Schulen und Gesundheitsstationen, finanzieren die Konstruktion kompletter Systeme zur Trinkwasserversorgung ganzer Dörfer und bilden Menschen aus. Deshalb fliegt er regelmäßig nach Nepal und bekommt bei Einweihungen zum Beispiel diese Blumenketten umgehängt.
Er ist hauptsächlich in Kathmandu, reist aber natürlich auch in die entsprechenden abgelegenen Dörfer (die Geschäftsberichte sind unter www.hope-net.de nachzulesen).Außerdem haben Johannis und seine Mitstreiter sehr viel Zeit in die Realisierung des Projektes GlobalUturn gesteckt. Sein Hauptanliegen ist es, die Menschen zum Umdenken und Handeln zu bewegen, angesichts der immensen globalen Probleme und Ungerechtigkeit.
Weitere Informationen über Johannis und seine Projekte finden sich in seinem Blog Kassandrus, auf der Webseite seines Nepalprojekts HOPE und bei GlobalUTurn. Man kann ihm auch einfach unter seinem Twitteraccount @Perlenschwein folgen. Wir tun dies jetzt auch.
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* Alle TWIDL finden sich auf der eigens dafür vorgesehenen Seite. #wwwwf steht für “Wir widln, wem wir folgen”.
WIDL geht ins Theater.
Am schönsten sind für uns die WIDLs, die aus dem prallen Leben kommen. Wenn wir Geheimagentengetränke oder Überraschungseier testen dürfen, nächtens Gerichtssendungen gucken oder eine Kiste Selters ins Haus geliefert kriegen.
Darum freuen wir uns schon jetzt auf das Theaterstück, das wir heute in einer Woche in offizieller Mission besuchen dürfen. “Robinson und Freitag” heißt es und befreit uns aus der misslichen Situation, dass wir zu diesem wunderbaren Pärchen zwar eine WIDL-Grafik, aber keinen Text haben. Das Stück wird seit 12. März im Tübinger Zimmertheater gespielt und hat am 15. Juli seine Dernière. Basis ist das 1719 erschienene Buch “Robinson Crusoe”, das als erster englischer Roman überhaupt gilt. Das Programmheft verrät mehr zum theatralischen “Remix”:
Als Daniel Defoe vor gut 300 Jahren der Idee des renaturierten Menschen ein literarisches Denkmal setzte, bediente er sich anfälliger Segelschiffe, verheerender Winde und einem unentdeckten Eiland, auf dem das Klima mild und die Ziegen gefällig waren. Zum 350. Geburtstag des Erfinders der Robinsonade sorgen Lumpenbrüder Productions für ein Wiedersehen der beiden Abenteuerhelden unter zeitgenössischen Bedingungen. Jedes Fleckchen Erde ist kartiert, in jedem zweiten Mobiltelefon steckt ein GPS-Empfänger und einsame Inseln gibt es eh nur noch im “Second Life”. Wo also landet der moderne Robinson Crusoe nach seinem Schiffbruch? Was ist aus den Wilden geworden? Und wer kultiviert hier am Ende eigentlich wen?
Und was hat WIDL damit zu tun? Ganz einfach: Wir nutzen die Gelegenheit, das schlaue Tübinger Akademiker-Publikum mit der Frage zu quälen, wer ihm nun lieber sei: Robinson oder Freitag? Dazu werden am Theater-Eingang Stimmzettel verteilt und die Besucher darum gebeten, nicht nur abzustimmen, sondern die jeweilige Entscheidung auch zu begründen. Das Ergebnis landet am 19. Juli wieder hier. Dann dürft auch ihr mitspielen.
Das gilt natürlich ebenso umgekehrt: Allen WIDL-Fans aus Tübingen und Umgebung sei hiermit “Robinson und Freitag” ans Herz gelegt. Noch gebe es Karten, vernahmen wir aus dem Zimmertheater, bei dem wir uns hiermit ganz herzlich für die Kooperation bedanken*. Wer nicht so recht weiß, ob das was für ihn ist, der darf hier mal kurz reingucken:
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* Und nicht nur das. Ganz besonders gefällt uns nämlich die Idee des Zimmertheaters Tübingen, einmal pro Woche eine Zuschauerin oder einen Zuschauer zu einem Gratisbesuch einzuladen. Einzige Bedingung: Über diesen Besuch soll ein kurzer Bericht verfasst werden, der im eigens dafür eingerichteten “Theatertester“-Blog erscheint. Prima, das.
WIDL entdeckt: DFB mit neuer Linie.
Uns hat das keine Ruhe gelassen. Das mit dem Wembley-Tor. Deswegen haben wir nochmal im WIDL-Archiv gekramt und verglichen:

30. Juli 1966, Wembley-Stadion, London: kein Tor

27. Juni 2010, Free-State-Stadion, Bloemfontein: Tor
Damit steht es zwar 1 zu 1 im direkten ungerechten Torvergleich zwischen Deutschland und England, ungelöst bleibt aber die Frage, was wohl beim nächsten Mal gilt.
Dazu hatte der DFB eine Idee. Zukünftig soll jeder Torhüter mit einem Stück neuer Linie (daher der Name “Neuer-Linie”) ausgestattet werden, die er in kritischen Situationen einsetzen kann. Eine Betaversion wurde beim heutigen Training des deutschen Teams gesichtet:

Manuel mit Neuer-Linie
Gezeigt wurde auch, wie die Neuer-Linie eingesetzt wird:

Einfach zu bedienen, formschön und effektiv: Die Neuer-Linie.
Argentinien kann kommen!
Nächstes WIDL am Mo, 13.2.12:
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